Ökobilanz - Umweltfreundliche Kühllösungen
Die Umwelt ist uns wichtig, darum setzen wir auf das natürliche Kältemittel R290
Van der Heijden Labortechnik GmbH aus Dörentrup entwickelt und produziert seit über 50 Jahren hochwertige Umlauf- und Umwälzkühler für Labor, Forschung, Wissenschaft und Industrie. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die technische Leistungsfähigkeit, sondern auch eine ganzheitlich nachhaltige Ausrichtung – von der Produktentwicklung der individuellen Kühllösungen bis zum Betrieb der Produktionsstätte. Die Ökobilanz der Kühlsysteme ist Ausdruck dieses konsequenten Umweltbewusstseins.
Umweltfreundliche Kältemittel: R290 als Maßstab
Ein zentrales Element der ökologischen Strategie ist der Einsatz des natürlichen Kältemittels R290 (Propan). Es wird in vielen Modellen wie MINORE® und in den KÜHLMOBILEN verwendet. R290 besitzt ein extrem niedriges Treibhauspotenzial (GWP ≈ 3) und kein Ozonabbaupotenzial (ODP = 0). Durch die frühzeitige Umstellung auf dieses umweltfreundliche Kältemittel geht Van der Heijden einen konsequenten Schritt in Richtung Klimaschutz – ein Schritt, der bereits vor Jahren umgesetzt wurde und heute Maßstäbe in der Branche setzt.
Wassereinsparung und energieeffiziente Kühlung
Ein weiterer ökologischer Vorteil ist die Vermeidung von Leitungswasserverbrauch durch geschlossene Kühlkreisläufe. Besonders die mobilen Geräte der KÜHLMOBIL-Reihe sparen bis zu 100 % Kühlwasser – ein klarer Beitrag zur Ressourcenschonung. Die luftgekühlten Systeme benötigen keine externe Wasserzufuhr, während die wassergekühlten Geräte mit Systemtrennern bestehende Kühlinfrastrukturen effizient nutzen.
Dank mikroprozessorgesteuerter Regelungstechnik wird eine präzise Temperaturkonstanz bei gleichzeitig reduziertem Stromverbrauch erreicht. Die Kombination aus intelligenter Steuerung, effizientem Wärmetausch und optimal abgestimmten Pumpen (z. B. in der LCS 80-Serie) sorgt für hohe Energieeffizienz im täglichen Einsatz.
Produktdesign und Lebensdauer: Langlebig und wartungsfreundlich
Die Umlaufkühler werden aus robusten, langlebigen Materialien wie Edelstahl und Kupfer gefertigt und ermöglichen durch modulare Bauweise eine einfache Wartung. Diese Langlebigkeit reduziert nicht nur langfristige Betriebskosten, sondern auch die Umweltbelastung durch Neuanschaffungen und Entsorgung. Alle Produkte sind vollständig recycelbar und auf maximale Energieeffizienz ausgelegt – ein weiterer wichtiger Aspekt der unternehmerischen Nachhaltigkeitsstrategie.
Nachhaltige Produktion am Standort Dörentrup
Das ökologische Engagement des Unternehmens endet jedoch nicht bei den Produkten. Auch die Produktionsstätte in Dörentrup wurde umfassend auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Dazu gehören:
- Neueste Wärmedämmstandards
- Komplette Hallenüberdachung mit Photovoltaikanlagen
- Wärmerückgewinnung der gesamten Energie aus Produkttestläufen
- Energieversorgung des gesamten Standorts durch eine Biogasanlage
- Konsequente Trennung und Wiederverwertung von Reststoffen
Diese Maßnahmen zeigen: Van der Heijden nimmt seine Verantwortung für Umwelt und Region ernst. Deshalb beteiligt sich das Unternehmen auch aktiv an der Standortkampagne der lippischen Wirtschaft, um das Engagement für nachhaltiges Wirtschaften sichtbar zu machen.
„Das gilt nicht nur für die Produkte selbst, die alle recycelbar und auf ihre Energieeffizienz optimiert sind. Wir haben dieses auch zu einer Priorität für unsere Produktionsstätte gemacht.“
Fazit: Ein Meilenstein in der nachhaltigen Labortechnik
Die Kombination aus natürlichem Kältemittel, Wassereinsparung, energieeffizienter Regelung, langlebiger Konstruktion und ökologischer Fertigung führt zu einer beeindruckend positiven Ökobilanz. Van der Heijden Labortechnik hat mit seinen Umlaufkühlern nicht nur technische Maßstäbe gesetzt, sondern auch einen weiteren wichtigen Meilenstein für den Umweltschutz erreicht.
Die EU F-Gas-Verordnung
Ziel und Regelung
Mit der Verordnung (EU) 2024/573 verfolgt die Europäische Union das Ziel, die Verwendung fluorierter Treibhausgase schrittweise einzuschränken und langfristig zu beenden. Im Fokus stehen dabei insbesondere teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFKW), deren Einsatz aufgrund ihres hohen Treibhauspotenzials sukzessive reduziert wird. Die vollständige Einstellung dieser Stoffe ist bis zum Jahr 2050 vorgesehen, wobei für bestimmte Anwendungen bereits zuvor Einschränkungen oder Verbote gelten.
Zur Erreichung dieser Vorgaben kombiniert die Verordnung mengenbezogene Beschränkungen für die Herstellung und Einfuhr von HFKW mit konkreten Anwendungsverboten. Die entsprechenden Regelungen sind in Anhang IV festgelegt und spielen insbesondere bei der Konzeption, Entwicklung sowie der Neuinstallation von Kälte-, Klima- und Wärmepumpensystemen eine zentrale Rolle.
| Aspekt | Regelung |
| Quotensystem | Jährlich sinkende EU-Quoten für HFKW-Produktion/Import; handelbar, aber zwingend nachzuweisen |
| Verbote | Anhang IV definiert anwendungsspezifische Verbotsfristen für Neugeräte |
| Bestandsanlagen | Vor den Fristen in Verkehr gebrachte Geräte dürfen weiterbetrieben, gewartet und repariert werden |
| Reparatur ab 2032 | Ausschließlich recyceltes/aufgearbeitetes Kältemittel innerhalb der Verbotsgrenzen zulässig |
| Kältemittel | GWP | Sicherheitsklasse | Status |
| R134a | 1430 | A1 | Stark reguliert, zunehmend verknappt |
| R449A | 1397 | A1 | Übergangslösung mit hohem GWP |
| R513A | 631 | A1 | Moderne Alternative zu R134a |
| R290 | 3 | A3 | Zukunftssicherer Standard |
R290 als zukünftiger Standard
Van der Heijden Labortechnik GmbH setzt konsequent auf R290 als Standard-Kältemittel für Neuanlagen und Neuentwicklungen:
- GWP = 3 – erfüllt bereits heute alle zukünftigen Anforderungen
- ODP = 0 – kein Ozonabbaupotenzial
- Zukunftssicher – keine regulatorischen Beschränkungen absehbar
Anwendung – geeignet für Neuanlagen nach Sicherheitsklasse A3
CO₂-Fußabdruck-Vergleich R290 und R134a
Dieser Vergleich bezieht sich auf zwei technisch ähnliche Geräte der Van der Heijden Labortechnik GmbH mit vergleichbarer Kältemittelfüllmenge. Es handelt sich nicht um einen generellen Vergleich aller Anlagen, sondern um eine konkrete Beispielrechnung für Produkte desselben Herstellers.
Die Daten zeigen:
- R290-Anlage: 0,00024–0,000297 t CO₂ pro Gerät
- R134a-Anlage: ~0,715 t CO₂ pro Gerät
Durch den Einsatz von R290 lässt sich das Emissionspotenzial von Kälteanlagen im Vergleich zu vielen herkömmlichen Kältemitteln deutlich reduzieren.
Für eine individuelle Analyse Ihres Anlagenportfolios oder die Bewertung einzelner Kaltwassersätze wenden Sie sich bitte an Ihren Ansprechpartner bei Van der Heijden Labortechnik.
Aufgaben
- Anlageninventar erstellen (Kältemitteltyp, Füllmenge, Baujahr, Standort)
- Kältemittelportfolio auf GWP und Verfügbarkeit prüfen
- Dichtheitsmanagement etablieren (intervallbasierte Prüfungen)
- Gefährdungsbeurteilung für alle Kältemittel erstellen
- Umrüstkonzept auf natürliche Kältemittel erarbeiten
- Zertifiziertes Personal und Fachbetriebe einsetzen
- Technische Dokumentation lückenlos pflegen
Weiterführende Informationen:
Vollständiges Informationsdokument zur F-Gas-Verordnung (EU) 2024/573 mit detaillierten Fristen, Ausnahmen und Anhang-IV-Übersicht:
KD 12-01-01 Information Verordnung (EU) 2024-573 (PDF)
Weitere hilfreiche Links:
Verordnung (EU) 2024/573
Berichtigung der Verordnung (EU) 2024/573 vom 07.02.2024
Chemikalien-Klimaschutz-Verordnung
Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Chemikaliensicherheit (BLAC)
Chemikaliengesetz
Ausnahmegenehmigungen
Documentation - F-gas Legislation - Fluorinated Greenhouse Gases – Climate Action
Abschnitt 9: Inverkehrbringen und Verwendung | Umweltbundesamt
Zertifizierung